BOATS ON THE MARKET · SAILING · 15/10/2026
Neue YYachts Y7: 72 Fuß Carbon mit dem Eigner am Steuer
Die neue YYachts Y7 verbindet Carbonbauweise, ein überarbeitetes Cockpit und individuelle Innenräume auf 21,99 Metern Länge.
Eine neue Generation unter 80 Fuß
Manche Segelyachten wachsen, um mehr Räume anzubieten; andere suchen einen direkteren Zugang zum Segeln. Die neue YYachts Y7 verbindet beide Ziele: das Raumangebot einer großen Fahrtenyacht erhalten und das Boot für einen aktiv mitsegelnden Eigner organisieren. Der Entwurf von judel/vrolijk & co begleitet eine Überarbeitung, die über Dekoration hinausgeht.
Die Weltpremiere wurde für die Palma International Boat Show 2026 angekündigt. Den Namen gab es bereits, dieser Beitrag behandelt jedoch die neue Generation. Daten des Vorgängers dürfen nicht automatisch übernommen werden. Die Werft zeigt weiterhin beide Versionen auf derselben Seite in getrennten Präsentationen.
Zwei Längen erklären die Größe
Die aktuellen Angaben nennen 21,99 Meter, etwa 72,1 Fuß, und 23,80 Meter einschließlich Bugsprietverlängerung, rund 78,1 Fuß. Beide liegen im gewünschten Bereich von 65 bis 80 Fuß. Ein Modellname allein beschreibt den Platzbedarf nicht.
Der Bugspriet ragt vor den Bug und gehört zur Organisation der Vorsegel. Für Liegeplatzplanung und Vergleiche muss klar sein, welche Länge ein Dokument verwendet. Auch die veröffentlichte Breite von 6,10 Metern zählt: Eine Marina muss Länge und Breite gemeinsam aufnehmen.
Carbon als Ausgangspunkt
Die Carbon-Epoxid-Bauweise steht im Mittelpunkt des Konzepts. Die neue Spezifikation nennt ungefähr 31,8 Tonnen Leichtverdrängung. Das beschreibt einen Referenzzustand; Wasser, Kraftstoff, Ausstattung und Gepäck verändern das reisefertige Boot. Es ist nicht das Gewicht jedes Exemplars bei jeder Ausfahrt.
Interessant ist das Verhältnis von Struktur und Masse. Weniger Gewicht ermöglicht Arbeit am Gleichgewicht zwischen Segelfläche, Stabilität und Komfort, legt aber keine Geschwindigkeit fest. Ohne eigenen Segeltest muss die redaktionelle Betrachtung Entwurfsabsicht und gemessene Ergebnisse unterscheiden.
Klarere Wege durch das Cockpit
Die Überarbeitung berücksichtigt den Abstand zwischen Steuerkonsolen und Winschen. Ein asymmetrischer Zugang und ein U-förmiges Sofa an Steuerbord verbinden Segeln und Zusammensein. Wege sind wichtig, wenn jemand während eines Manövers das Cockpit durchquert.
Wie funktionieren sie bei besetztem Boot? Können Gäste sitzen bleiben, während die Crew arbeitet? Ist ein Seitenwechsel möglich, ohne eine belastete Schot zu kreuzen? Eine Besichtigung oder Vorführung beantwortet solche Fragen besser als ein Panoramafoto.
Große Segel, angemessene Entscheidungen
Die veröffentlichten 180 Quadratmeter Großsegel und 126 Quadratmeter Selbstwendefock zeigen die Größenordnung des Segelplans. Das Konzept der Werft für eine kleine Crew hängt von Ausstattung und Erfahrung der Menschen an Bord ab.
Eine Selbstwendefock vereinfacht einen Teil der Abläufe, ersetzt aber keine Entscheidungen über Reffen, Leinenorganisation und Aufgabenverteilung. Der Reiz der Y7 liegt in der Nähe zwischen Eigner und Bedienung. Tatsächliche Einfachheit muss als Gesamtsystem betrachtet werden, auch bei zunehmendem Wind.
Der Innenraum ist eine nautische Frage
Die Innenraumgestaltung verbindet das YYachts-Designteam mit David Thulstrup. Zu den gezeigten Varianten gehören Milano, Baltic, Sugi Ban und Glacier. Materialien und Kontraste verändern das Zusammenspiel von Tageslicht, Möbeln und Bewegungsflächen; es geht um mehr als eine Farbkarte.
Ein Segelinterieur muss auch in Bewegung funktionieren. Möbelkanten, Haltemöglichkeiten, Stauraum und Wege zu den Kabinen zählen ebenso wie Oberflächen. Ein am Steg einladender Salon sollte unterwegs nutzbar bleiben. Dieses Kriterium hilft, Atmosphäre und Ergonomie auf Bildern auseinanderzuhalten.
Privatsphäre und Service im selben Plan
Die neue Organisation umfasst einen eigenen Crewzugang und einen separaten technischen Motorraum mit zwei Zugängen. Getrennte Wege können Privatsphäre und Arbeit an Bord unterstützen. Entscheidend sind die Einbindung in den Alltag und der Zugang zur Wartung.
Layoutvarianten passen die Unterbringung an. Der Vergleich beginnt am besten mit den tatsächlichen Reisenden: Paar, Familie oder regelmäßige Gäste. Ein zusätzlicher Kabinenraum verändert andere Nutzungsmöglichkeiten. Die beste Anordnung bietet nicht zwangsläufig die meisten Betten, sondern passt zum geplanten Alltag.
Daten der neuen Generation
Die folgenden Werte veröffentlicht die Werft für die neue Y7. Länge mit und ohne Bugsprietverlängerung bleiben getrennt, um die Einordnung in den gewünschten Größenbereich zu verdeutlichen. Endgültige Ausstattung und Maße folgen den Unterlagen des bestellten Bootes.
| Veröffentlichte Länge | 21,99 m / 72,1 ft |
|---|---|
| Mit Bugsprietverlängerung | 23,80 m / 78,1 ft |
| Breite | 6,10 m |
| Ungefähre Leichtverdrängung | 31,8 t |
| Standardtiefgang / flacher Kiel | 3,50 m / 2,95 m |
| Großsegel / Selbstwendefock | 180 m² / 126 m² |
| Kraftstoff / Frischwasser | 850 L / 850 L |
| Yachtentwurf | judel/vrolijk & co |
Was Zahlen nicht beantworten
Tiefgang, Tankvolumen und Segelfläche unterstützen die Analyse, ersetzen aber keine Beobachtung unter Segeln. Der veröffentlichte Standardtiefgang beträgt 3,50 Meter; alternativ wird ein flacherer Kiel mit 2,95 Metern genannt. Die Wahl beeinflusst Reiseziele und mögliche Schutzplätze.
Vergleiche müssen dieselbe Generation betreffen. Frühere Y7-Fotos und Zahlen dokumentieren nicht automatisch diesen Neubeginn. Wir bevorzugen aktuelle Daten und Bilder, die die Werft dem neuen Modell zuordnet. Preis, Geschwindigkeit und Reichweite nennen wir ohne passende Konfigurationsgrundlage nicht.
Die Sicht von Boats On The Market
Die neue Y7 betrachtet Größe als Organisationsaufgabe: Eine Yacht über zwanzig Meter soll für den Segelnden einladend und für Begleiter komfortabel sein. Carbon, Cockpit und Innenräume tragen gemeinsam dazu bei. Die Überarbeitung wird durch diese Zusammenhänge jenseits der Oberflächen interessant.
Für Leser auf der Suche nach einer neuen Segelyacht zwischen 65 und 80 Fuß ergibt sich ein klares Thema: große Fahrten mit Beteiligung des Eigners. Diese Bewertung beruht auf Dokumenten. Eine Fahrt unter bekannten Bedingungen und mit bekannter Ausstattung wäre der nächste Schritt zur Beurteilung des Verhaltens; dieser Bericht ersetzt sie nicht.